"Das ist doch nichts für mich"
Wenn die Angst vor Sichtbarkeit lauter ist als der Wunsch nach Veränderung
Kennst du das? Du liest von einem Workshop wie "Entdecke deine Lebendigkeit" und für einen Moment spürst du den Funken: Ja, das würde mir guttun. Und im nächsten Moment ist er auch schon wieder weg. Überdeckt von Sätzen wie "Das ist nichts für mich" oder "Ich will da nicht auffallen."
Wenn du dich gerade wiedererkennst – du bist damit nicht allein.
Die zwei Stimmen, die dich zurückhalten
Es gibt zwei Einwände, die bei Frauen 50plus besonders häufig auftauchen, kurz bevor sie sich für einen Schritt in Richtung Veränderung entscheiden würden.
Der erste: Selbstzweifel und Scham. Er klingt etwa so: "Andere brauchen das nötiger als ich." Oder: "Ich bin zu alt, um mich noch zu verändern." Manchmal auch ganz leise: "Was, wenn ich merke, dass wirklich etwas kaputt ist bei mir?"
Der zweite: die Angst vor Sichtbarkeit. "Ich will nicht auffallen." "Was denken die anderen, wenn ich sowas mache?" "Ich bin einfach nicht der Typ für Workshops – ich bleib lieber für mich."
Beide Einwände klingen erstmal wie vernünftige Gründe. Wie Fakten über dich. Sind sie aber nicht.
Woher diese Stimmen wirklich kommen
Diese Sätze sind selten neu. Oft sind sie Jahrzehnte alt. Viele Frauen unserer Generation haben als Mädchen gehört: "Lehn dich nicht zu weit aus dem Fenster, sonst passiert was." Oder haben früh gelernt, dass es sicherer ist, klein zu bleiben, nicht aufzufallen, nicht zu viel zu wollen.
Das war damals vielleicht sogar eine kluge Anpassung. Ein Schutzmechanismus. Aber dein kindliches Ich, das diese Regel gelernt hat, ist nicht mehr auf dem neuesten Stand. Es kennt dein heutiges Leben nicht. Es kennt nicht deine Erfahrung, deine Stärke, deine Themen, die andere Frauen bewegen könnten.
Wenn du heute vor der Entscheidung stehst, dich für einen Workshop anzumelden – und plötzlich diese vertraute Enge im Bauch spürst – dann ist das oft nicht deine erwachsene, kluge Stimme. Es ist das kindliche Ich, das anspringt und sagt: Bloß nicht auffallen. Bloß nicht zu viel wollen.
Was, wenn der Einwand gar nicht die Wahrheit ist?
Stell dir kurz die Frage: Was, wenn "Das ist nichts für mich" gar keine Tatsache ist – sondern ein alter Satz, der dich beschützen wollte, als du klein warst?
Und was, wenn "Ich will nicht auffallen" gar nicht bedeutet, dass du introvertiert oder falsch bist – sondern dass du früh gelernt hast, dass Sichtbarkeit gefährlich sein könnte?
Diese Unterscheidung verändert alles. Denn ein Glaubenssatz lässt sich hinterfragen. Eine vermeintliche Tatsache über dich selbst fühlt sich dagegen endgültig an.
Der erste Schritt zurück zu dir
Du musst die Angst nicht wegdrücken, um sichtbar zu werden. Du darfst sie sehen, anerkennen – und trotzdem einen kleinen Schritt gehen. Genau das ist es, worum es im Workshop "Entdecke deine Lebendigkeit" geht: nicht darum, mutig aus dem Stand zu werden, sondern behutsam wieder in Kontakt mit der Frau zu kommen, die du heute bist. Jenseits der alten Sätze.
Vielleicht ist der erste mutige Schritt gar nicht die Teilnahme selbst. Sondern die Frage an dich: Wessen Stimme spreche ich hier eigentlich – meine, oder die eines kleinen Mädchens, das lange her ist?
Wenn du noch Zweifel hast, melde dich für ein kurzes, 15-minütiges Kennenlerngespräch.

